Manchmal beginnen die schönsten Geschichten nicht mit einem großen Plan. Manchmal reicht ein kurzer Moment, in dem man noch einmal umdreht, obwohl das Taxi schon wartet.
Eine Begegnung zur richtigen Zeit
Am 24. Januar 2026 begegneten wir uns beim Prinzenball in der Unterbacher Wichernschule. Henrik begleitete in dieser Session seinen Vater als Unterbacher Prinz, Svenja stand mit der Unterbacher Tanzgarde auf der Bühne. Persönlich kannten wir uns bis dahin nicht.
Als der Abend fast vorbei war, war Henrik eigentlich schon auf dem Weg nach Hause. Dann sah er Svenja noch einmal im beinahe leeren Saal, ging zurück und sprach sie an. Aus einem kurzen Gespräch wurde der Anfang eines gemeinsamen Weges.
„Vom Prinzenball zum Prinzenpaar“ erzählt, wie alles begann. Unser Motto erzählt, wofür wir gemeinsam stehen.
Ein Weg, den keiner geplant hatte
Als Henrik später gefragt wurde, ob er Prinz werden möchte, war seine erste Antwort ein Nein. Erst mit etwas Abstand wurde aus dem Gedanken eine echte Möglichkeit. Für ihn stand dabei von Anfang an fest: Wenn er diesen Weg geht, dann mit Svenja an seiner Seite.
Auch Svenja war zunächst alles andere als überzeugt. Bei einem gemeinsamen Gespräch am Unterbacher See wartete jeder ein wenig darauf, dass der andere Nein sagen würde. Doch keiner tat es. So wurde aus einer ungeplanten Begegnung ein gemeinsames Ja zu einer ganz besonderen Session.
Henriks Weg
Mit Unterbach aufgewachsen
Karnevalszug, Vereine und das besondere Gemeinschaftsgefühl in Unterbach gehören für Henrik zu seiner Kindheit. Nun folgt er unmittelbar seinem Vater als Prinz – eine Verbindung zweier Generationen, die ihn mit Stolz und Dankbarkeit erfüllt.
Svenjas Weg
Mit dem Tanz groß geworden
Svenja tanzt seit ihrer frühen Kindheit in den Unterbacher Garden und trainiert heute selbst die mittlere Tanzgarde. Der rote Tanzstiefel steht deshalb nicht nur für eine Rolle, sondern für viele Jahre Freude, Disziplin und Herzblut.
Ein Orden voller Erinnerungen
Unser Sessionsorden macht aus vielen persönlichen Wegen ein gemeinsames Bild. Der rote Tanzstiefel steht für Svenja und die Garden. Polizeimütze und -stern erzählen von Henrik und seinem Beruf. Die Wichernschule erinnert an unser erstes Gespräch.
Wasserwellen stehen für den Unterbacher See, zwei Kronen für Henrik und seinen Vater. Katzenpfote und Herz tragen persönliche Erinnerungen, Esel und Wappen unsere Verbundenheit mit dem Eselsland. So erzählt jedes Zeichen ein kleines Stück davon, woher wir kommen und was uns verbindet.

Hand in Hand für Unterbach
Unser Motto „Prinz und Mariechen Hand in Hand – gemeinsam jeck durchs Eselsland“ meint nicht nur uns beide. Es steht für die Garden, Vereine, Familien, Freunde und alle Menschen, die organisieren, trainieren, begleiten, helfen, mitsingen und mitlachen.
Besonders am Herzen liegen uns die Kinder- und Jugendarbeit und das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland. Brauchtum bleibt lebendig, wenn junge Menschen darin ihren eigenen Platz finden. Und Unterstützung muss nicht immer die eine große Geste sein: Manchmal zählt ein schöner Augenblick, ein Lachen oder das Gefühl, nicht allein zu sein.
Vielleicht erzählt unsere Geschichte vor allem davon, was passieren kann, wenn man einen Schritt zurückgeht, obwohl das Taxi schon wartet – und im entscheidenden Moment einfach nicht Nein sagt.